Z E I T T A F E L
Über 100 Daten zur schleswig-holsteinischen Geschichte.

In Auszügen entnommen aus:
„Die schleswig-holsteinische Erhebung“ von Gerd Stolz,
mit freundlicher Genehmigung der Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.
ISBN: 3-88042-769-0

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05.03.1460 Vertrag von Ripen: „dat se bliven ewich tosamende ungedeelt“.
14.04.1784 Christian VII. König von Dänemark. Einrichtung der Deutschen Kanzlei in Kopenhagen, des Gottorfer Obergerichtes für Schleswig und der Glückstädter Kanzlei für Holstein.
09.09.1806 Inkorporationspatent des dänischen Regenten Kronprinz Friedrich über die Verbindung Holsteins als untrennbarer Teil der dänischen Monarchie. Die Deutsche Kanzlei in Kopenhagen erhält die Bezeichnung „Schleswig-Holsteinische Kanzlei“.
04.06.1815 Herzogtum Lauenburg unter dänischer Krone. Die Schleswig-Holsteinische Kanzlei in Schleswig-Holstein-Lauenburgische Kanzlei umbenannt.
08.06.1815 Der König von Dänemark tritt für das Herzogtum Holstein, später auch für das Herzogtum Lauenburg dem Deutschen Bund bei.
07.07.1815 Kieler Professor Dahlmann fordert in seiner Rede zur Feier des Sieges von Waterloo in der Kieler Universität: „Schleswig und Holstein sind deutsch und untrennbar verbunden.“
Nov. 1830 Uwe Jens Lornsen gibt seine Schrift „Ueber das Verfassungswerk in Schleswigholstein“ heraus.
27.05.1832 Hambacher Fest mit Schwarz-Rot-Gold; ca. 30.000 Teilnehmer für Einheit und Freiheit gegen Fürstenwillkür.
15.05.1834 Errichtung einer Schleswig-Holsteinischen Regierung auf Schloß Gottorf unter Aufsicht der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen Kanzlei in Kopenhagen.
14.05.1840 Kopenhagener Sprachreskript: In Gebieten mit dänischer Kirchen- und Schulsprache (d. h. im ländlichen Nordschleswig) ist Dänisch als Gerichts- und Verwaltungssprache angeordnet.
26.08.1841 Hoffmann von Fallersleben dichtet auf Helgoland „Das Lied der Deutschen“.
18.05.1843 Dänische Volksversammlung auf Skamlingsbanke bei Kolding (Treffen der dänisch gesinnten Nordschleswiger).
10.06.1844 Volksfest der Nordfriesen in Bredstedt.
23. - 25 07.1844 Sängerfest in Schleswig: Schleswig-Holstein-Lied und Blau-Weiß-Rot als Farben Schleswig-Holsteins.
08.07.1846 König Christian VIII. erlässt den „Offenen Brief“: die weibliche Erbfolge gilt auch für die Herzogtümer Holstein und Schleswig. Prinz Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (Prinz Friedrich von Noer) tritt aus Protest als Statthalter und Kommandierender General in den Herzogtümern zurück.
20.07.1846 Volksversammlung in Neumünster; Protest gegen den „Offenen Brief“.
04.08.1846 Die Abgeordneten der holsteinischen Ständeversammlung verlassen aus Protest gegen den „Offenen Brief“ den Ständesaal in Itzehoe.
04.12.1846 Die deutschen Abgeordneten der schleswigschen Ständeversammlung verlassen aus Protest gegen den „Offenen Brief“ den Ständesaal in Schleswig.
20.01.1848 Tod König Christians VIII. von Dänemark.
28.01.1848 König Friedrich VII. von Dänemark proklamiert den Entwurf einer Gesamtverfassung für Dänemark und die Herzogtümer als künftiges Verfassungswerk.
17.02.1848 Erste gemeinsame Sitzung der Stände von Holstein und Schleswig; sie fordert eine gemeinsame Verfassung für Holstein und Schleswig.
22.02.1848 Revolution in Paris.
08.03.1848 Bundestag in Frankfurt/Main beschließt Schwarz-Rot-Gold als deutsche Nationalfarben.
13. - 15.03.1848 Unruhen in Wien; Sturz Metternichs.
15.03.1848 Revolution in (Buda)Pest
17.03.1848 Revolution in Krakau und Mailand.
18. - 19.03.1848 Unruhen in Berlin.
18.03.1848 Gemeinsame Versammlung der schleswig-holsteinischen Stände in Rendsburg.
21.03.1848 Revolution in Kopenhagen; eiderdänisches Ministerium; Forderung der Einverleibung Schleswigs in Dänemark.
22.03.1848 Revolution in Venedig
24.03.1848 Bildung der Provisorischen Regierung in Kiel; Einnahme der Festung Rendsburg durch schleswig-holsteinische Truppen. Bildung der Schleswig-Holsteinischen Armee.
25.03.1848 Sitz der Provisorischen Regierung von Kiel nach Rendsburg verlegt.
31.03.1848 Aufruf der Provisorischen Regierung an das dänische Volk mit Angebot einer Abstimmung im nördlichen Schleswig über die Staatszugehörigkeit.
09.04.1848 Schleswig-Holsteiner bei Bau/Bov geschlagen.
12.04.1848 Der deutsche Bundestag anerkennt die Provisorische Regierung.
23.04.1848 Osterschlacht bei Schleswig.
02.05.1848 Vorhut der Bundestruppen überschreitet die Königsau.
12.05.1848 Beschluß des Deutschen Bundestages in Frankfurt/M., Schleswig in den Deutschen Bund aufzunehmen, und Aufforderung an die deutschen Bundesfürsten, den Beschluß mit Waffengewalt durchzusetzen.
05.06.1848 Gefecht zwischen den deutschen Bundestruppen und dänischer Armee bei Düppel.
09.06.1848 Erste Debatte der Nationalversammlung in Frankfurt/M. über die Schleswig-Holstein-Frage.
13. - 17.06.1848 Revolution in Prag.
26.08.1848 Waffenstillstand von Malmö auf 7 Monate. Deutscher Bund (und Preußen) ziehen Truppen aus Schleswig-Holstein zurück.
15.09.1848 Die vereinigte Ständeversammlung beschließt das „Staatsgrundgesetz“; erste Verfassung mit einem Grundrechtekatalog in Deutschland.
03.10.1848 Sitz der Provisorischen Regierung nach Schleswig (Schloß Gottorf) verlegt.
06.10.1848 Aufstand in Wien.
22.10.1848 Bildung der Gemeinsamen Regierung für die Herzogtümer Schleswig-Holstein.
28.12.1848 Verkündung der „Grundrechte des Deutschen Volkes“ im Reichsgesetzblatt.
24.03.1849 Übernahme des Oberbefehls der deutschen Bundestruppen in Schleswig-Holstein durch den königlich preußischen Generalleutnant v. Prittwitz.
26.03.1849 Amtsantritt der von der Reichsgewalt eingesetzten Statthalterschaft für die Herzogtümer Schleswig-Holstein (Graf Reventlou und Beseler).
27.03.1849 Ablauf des Waffenstillstandes von Malmö.
28.03.1849 Verfassung des Deutschen Reiches (Reichsverfassung oder sog. Paulskirchenverfassung).
05.04.1849 Seegefecht bei Eckernförde; dänisches Linienschiff „Christian VIII.“ in Brand geschossen und explodiert; dänische Fregatte „Gefion“ aufgegeben.
13.04.1849 Einnahme der Düppeler Schanzen durch Bundestruppen (Sachsen und Bayern).
20.04.1849 Die Schleswig-Holsteinische Armee überschreitet die Grenze nach Jütland.
23.04.1849 Kolding von der Schleswig-Holsteinischen Armee eingenommen.
06.05.1849 Bundestruppen überschreiten die Grenze nach Jütland.
07.05.1849 Ablehnung der Reichsverfassung durch Preußen.
11.05.1849 Seegefecht im Kieler Hafen zwischen dänischen und schleswig-holsteinischen Kriegsschiffen.
23.05.1849 Teil der russischen Ostseeflotte zur Unterstützung Dänemarks ausgelaufen.
04.06.1849 Seegefecht vor dem Kieler Hafen zwischen dem dänischen Dampfschiff „Hekla“ und dem schleswig-holsteinischen Kriegsschiff „Bonin“.
05.06.1849 (Juni-)Grundgesetz in Dänemark; das Königreich Dänemark wird konstitutionelle Monarchie.
06.06.1849 Artilleriekampf bei Düppel zwischen dänischen Einheiten und Bundestruppen.
17.06.1849 Seegefecht vor dem Kieler Hafen zwischen dänischen und schleswig-holsteinischen Kriegsschiffen.
06.07.1849 Ausfall der Dänen aus der Festung Fredericia; Schleswig-Holsteinische Armee zurückgeschlagen.
10.07.1849 Waffenstillstand von Berlin zwischen Dänemark und Preußen, zugleich für den Deutschen Bund; Herzogtum Schleswig geteilt: nördlicher Teil von schwedischen Truppen besetzt, südlicher Teil dänisch-preußischer Landesverwaltung in Flensburg unterstellt und von preußischen Truppen besetzt.
20.07.1849 Die deutschen Bundestruppen treten Rückmarsch aus Schleswig-Holstein an.
03.08.1849 Die Schleswig-Holsteinische Armee bleibt an der Eider-Linie stehen.
02.09.1849 Schleswig-Holstein-Lauenburgische Kanzlei in Kopenhagen aufgehoben. Statthalterschaft verlegt ihren Sitz von Schleswig nach Kiel. Die Schleswig-Holsteinische Armee bezieht ihre Unterbringungsorte im Herzogtum Holstein.
08.04.1850 Der preußische Generalleutnant a. D. von Willisen neuer Oberbefehlshaber der Schleswig-Holsteinischen Armee.
01.07.1850 Schleswig-Holsteinische Armee mobil gemacht.
02.07.1850 Friede von Berlin zwischen Dänemark und Preußen, zugleich für den Deutschen Bund; Preußen gibt Schleswig-Holstein preis.
12.07.1850 Sitz der Statthalterschaft von Kiel nach Rendsburg verlegt.
13.07.1850 Die Schleswig-Holsteinische Armee überschreitet die Grenze (Eider) zum Herzogtum Schleswig.
14. - 17.07.1850 Preußische Truppen räumen den südlichen Teil des Herzogtums Schleswig.
17.07.1850 Schwedische Truppen räumen den nördlichen Teil des Herzogtums Schleswig.
24. - 25.07.1850 Schlacht bei Idstedt zwischen der dänischen und Schleswig-Holsteinischen Armee. Zusammenbruch der Schleswig-Holsteinischen Armee.
02.08.1850 1. Londoner Protokoll: Integrität des dänischen Gesamtstaates von europäischen Großmächten grundsätzlich anerkannt.
07.08.1850 Laboratorium der Schleswig-Holsteinischen Armee explodiert in Rendsburg – 122 Tote.
07.08.1850 Dänen nehmen Friedrichstadt ein.
13.08.1850 Dänen rücken in Tönning ein.
12.09.1850 Gefecht bei Missunde.
29.09. - 04.10.1850 Vergebliche Belagerung, Beschießung und Bestürmung Friedrichstadts durch schleswig-holsteinische Truppen; Friedrichstadt weitgehend zerstört.
09.11.1850 Das schleswig-holsteinische Kanonenboot Nr. 8 in der Elbe verunglückt; 42 Mann Besatzung ertrunken.
29.11.1850 Vertrag von Olmütz zwischen Preußen und Österreich. Preußen verzichtet auf seine Pläne zur Einigung Deutschlands.
07.12.1850 Generalleutnant v. Willisen reicht seinen Abschied als Oberkommandierender der Schleswig-Holsteinischen Armee ein. Generalmajor v. d. Horst übernimmt das Oberkommando.
15.12.1850 Gefecht bei Kochendorf.
02.01.1851 Statthalterschaft verlegt ihren Sitz nach Kiel.
10. - 11.01.1851 Landesversammlung in Kiel nimmt die Olmützer Bestimmungen mit 47 : 28 Stimmen an.
11.01.1851 Selbstauflösung der Landesversammlung.
11.01.1851 Beseler legt sein Amt als Statthalter nieder.
01.02.1851 Statthalterschaft (Graf Reventlou) übergibt die Regierungsgeschäfte an die Kommissare des Deutschen Bundes. Einsetzung einer Obersten Zivilbehörde für das Herzogtum Holstein.
01.02.1851 U-Boot „Brandtaucher“ der Schleswig-Holsteinischen Marine bei Tauchversuch im Kieler Hafen gesunken.
08.02.1851 Österreichische und preußische Truppen besetzen die Festung Rendsburg.
09.02.1851 Dänische Truppen besetzen das Kronwerk und die nördlichen Außenwerke der Festung Rendsburg.
05.03.1851 Bildung eines Ministeriums für das Herzogtum Schleswig in Kopenhagen.
31.03.1851 Schleswig-Holsteinische Armee aufgelöst.
01.04.1851 Generalmajor v. d. Horst erlässt Abschiedsbefehl an Schleswig-Holsteinische Armee.
10.05.1851 Amnestiepatent König Friedrichs VII. von Dänemark für das Herzogtum Schleswig.
01.12.1851 Bundeskontingent des Herzogtums Holstein in dänische Armee eingegliedert.
23.03.1852 Revisionspatent König Friedrichs VII. von Dänemark zum Amnestiepatent vom 10.05.1851.
08.05.1852 2. Londoner Protokoll (Londoner Vertrag): dänischer Gesamtstaat anerkannt; dänische Erbfolge gilt auch für das Herzogtum Schleswig; Zusage König Friedrichs VII. von Dänemark, eine Gesamtstaatsverfassung zu erlassen.
29.07.1852 Herrschaftsrechte für das Herzogtum Holstein gehen gemäß Bundesbeschluß von Preußen und Österreich an den dänischen König über.

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